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FREE KONRAD: NSG-Verordnung für Konradsfels in Kraft - Klettern verboten! | (12.08.2003)
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Am 05. Juli 2003 trat die NSG-Verordnung "Bodensteinerlai" in Kraft. Und wie nicht anders zu erwarten war, beinhaltet sie ein Kletterverbot für den Konradsfels. Wir haben nun unsere Anwälte mit der Prüfung eines gerichtlichen Vorgehens beauftragt.
Der Verordnungstext nebst Karte findet sich auf den Internetseiten des Landkreises Limburg-Weilburg (Menüpunkt "Naturschutz").
Nähere Informationen: www.free-konrad.de
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Odenwald: Unterstützung für DAV-Projekt "Heubach" - Auch dieses Jahr wieder Wanderfalken in Hainstadt sowie erstmals in Miltenberg | (11.05.2003)
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Die DAV-Sektion Darmstadt plant den Kauf eines Steinbruchs (mit großem Routenpotential) nebst Freizeitgelände bei Heubach im nördlichen Odenwald. Dieser soll nicht nur den sektionseigenen Kletterern zur Verfügung stehen und zudem als Ausbildungszentrum für Sport- und Alpinkletterer ausgebaut werden. Die Verhandlungen sind weit fortgeschritten und die Beteiligung der Sektionen Starkenburg und Offenbach am Projekt unter Dach und Fach. "Das Gelände mit Wald, Wiese, Steinbruch und einem Teich bietet vielfältige Möglichkeiten der Verbindung von Sport und Natur."
Ganz unproblematisch ist das Projekt allerdings nicht, denn die örtliche Bevölkerung fürchtet derzeit um ihre Ruhe am Wochenende. Mit dem amtlichen und ehrenamtlichen Naturschutz wurde bereits letztes Jahr quasi Einigung erziehlt und eine Vereinbarung dahingehend getroffen, dass dann die für den Silberwald bestehende Regelung nicht weiter zur Disposition steht. Um anschließend aufgekommenen Irritationen die Grundlage zu entziehen, hat daraufhin die IG Klettern Rhein-Main ihre diesbezüglich noch anhängige Petition in diesem Frühjahr zurückgezogen.
Da es in der Region mit den Gebieten Hainstadt und Silberwald - wobei letzteres nur vom 16.07. bis 30.11. teilweise offen ist - bislang nur wenige Klettermöglichkeiten gibt, hat der Vorstand des Bundesverbandes IG Klettern einvernehmlich beschlossen, das Projekt "Heubach" mit einer Spende in Form von 500 Klebehaken zu unterstützen. Nähere Informationen und Fotos vom Projektgelände: www.alpenverein-darmstadt.de.
Wanderfalke in Hainstadt Nach erfolgreichen Bruten in 2001 (s. Foto) und 2002 hat sich das Falkenpaar auch in diesem Jahr wieder in dem ganzjährig bekletterten Felsareal eingefunden. Bislang wurde dies nicht weiter publiziert, da man befürchtete, dass das Gebiet dann gesperrt werden würde.
Die beiden Kletterer auf dem Foto sind in dem Klettersteig unterwegs, der sich durch die gesamte Wand zieht. Seit letztem Jahr wird ein Teil des Steigs jedoch für die Zeit von Brut und Aufzucht abgebaut und die obere Wandhälfte für´s Klettern gesperrt (Bitte Ausschilderung beachten!). Diese Maßnahmen und Verzichte werden freiwillig von den Odenwälder Kletterfreunden durchgeführt, damit das Falkenpaar und seine Jungen möglichst wenig gestört werden.
Auch im neu erschlossenen Gebiet bei Miltenberg brütet in diesem Jahr erstmals ein Wanderfalke. Die Verhandlungen mit der Unteren Naturschutzbehörde und den Vogelschützern gestalten sich sehr angenehm, da grundsätzlich alle an einer einvernehmlichen Regelung interessiert scheinen. Man einigte sich darauf, zunächst das gesamte Gebiet bis zum ersten Maiwochende zu sperren, um dann im Beisein der Vogelschutzfachleute ein Probeklettern durchzuführen. Anschließend soll darüber entschieden werden, ob und wo weitergeklettert werden kann oder nicht.
Wir wünschen allen Beteiligten ein harmonisches Miteinander und den Falkenpaaren viel Erfolg.
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FREE KONRAD: Keine Annäherung in Sicht - Nach derzeitigem Stand läuft die Angelegenheit wohl auf eine gerichtliche Klärung hinaus | (28.03.2003)
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Nach zahlreichen Briefen und Telefonaten mit Behörden und Politikern in den letzten vier Monaten, zeichnet sich keine Verbesserung der Situation ab. Die IG Klettern Rhein-Main bekam vieles zu hören an Tatsachenverdrehungen und Falschdarstellungen, aber nur nichts Konkretes. Eine Behörde verweist an die andere und niemand, weder Umweltministerium, Regierungspräsidium noch die Naturschutzbehörde des Landkreises will oder kann klar Position beziehen. Somit sind offenbar die vor einigen Jahren mit dem Umweltministerium getroffenen Vereinbarungen heute nichts mehr Wert.
Letztendlich - so sieht es aus - wird also die alleinige Entscheidung bei der Unteren Naturschutzbehörde des Landkreises Limburg liegen. Und wie die aussieht dürfte allen klar sein. Auf unser Drängen hin kommt es aber nun immerhin doch noch zu einem Gesprächstermin beim Landrat und zwar am 31. März. Viel Hoffnung ist daran aber nicht zu knüpfen. Womöglich dient dieser auch nur dazu, damit sich die Behörde später nicht vorwerfen lassen muss, sie hätte die Kletter nicht angehört und beteiligt. Unabhängig davon liegen die Abwägungsdefizite aber dennoch klar auf der Hand. Daher laufen bereits die Vorbereitungen um das voraussichtlich verordnete Kletterverbot beim Hessischen Verwaltungsgericht anzufechten, womit wir (IG Klettern Rhein-Main, Bundesverband IG Klettern) die wohl beste Kanzlei für Verwaltungsrecht in Deutschland beauftragt haben. Der DAV-Landesverband Hessen hat hierfür bereits seine Bereitschaft zur Unterstützung signalisiert.
Weitere Informationen (Briefauszüge, Presseartikel, etc.): www.free-konrad.de.
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FREE KONRAD: Die UNB Limburg-Weilburg und Ihr Umgang mit der Presse | (31.01.2003)
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Das bekannte Verhalten der UNB Limburg-Weilburg gegenüber den Kletterverbänden beschränkt sich nicht nur auf diese. Auch die interessierte Presse wird mit der gleichen Ignoranz behandelt, wie im Folgenden nachvollzogen werden kann.
Das ALPIN-Magazin hatte sich aufgrund der von uns erhaltenen Pressemitteilung noch Ende November mit einem eigenen Fragenkatalog an die UNB Limburg-Weilburg gewendet. Der Fortgang des Geschehens gestaltete sich folgendermaßen (Info von ALPIN an IG Klettern):
Ende November 2002: Telefonat mit der UNB Limburg mit der Bitte um Information. Wir wurden an die Pressestelle verwiesen. Daraufhin Telefonat mit Herrn Kexel von der Pressestelle und danach E-Mail an die Pressestelle mit der Bitte um Beantwortung der folgenden fünf Fragen.
Fragen von ALPIN an die Untere Naturschutzbehörde | |
- Bitte skizzieren Sie uns kurz die "Geschichte" des Konradsfels seit der
Einstweiligen Sicherstellung am 29.07.1999 auf (alle wichtigen Punkte).
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- Welcher Anlaß und welche Gründe führten zu der einstweiligen Sicherstellung des Konradsfelsen im Juli 1999 und welche Behörden waren von diesem Vorgang
informiert? Wurden die Kletterverbände über diesen Schritt informiert? Wenn
ja: Wann und in welcher Form? Wenn nein: Warum nicht?
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- Wieso wurde von der UNB ein Gutachten in Auftrag gegeben, wo doch schon ein
Gutachten des Instituts Weisser & Ness vorlag, das im Februar 2000
erstellt wurde?
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- In einem Gespräch mit Herrn Kaiser (Hess. Umweltministerium) wurde 1998
festgelegt, dass es das Ziel ist, eine Lösung (u.a. für den Konradsfels) zu finden, die von "beiden Seiten" akzeptiert wird. In allen Schritten der UNB Limburg die nach dem 29.07.1999 getätigt wurden, sind die Kletterverbände (DAV und IG Klettern) in keiner Weise einbezogen worden. Gibt es dafür besondere Gründe?
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- Eine Frage die mich als einfachen Bürger ganz besonders Interessiert: Was für eine Motivation bewegt die UNB-Limburg sich so für eine Totalsperrung des Konradsfels zu engagieren? Eine Behörde ist für mich immer auch eine Vertretung des Volkes. Was gibt es also für Gründe, die für das Allgemeinwohl so wichtig sind, dass das Interesse des (kletternden) Volkes in keiner Weise berücksichtigt wird?
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Gruß, Olaf Perwitzschky Redaktion ALPIN
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11. Dez. 2002: Nachfrage bei der Pressestelle. Herr Kexel wußte von nichts, unser E-Mail soll nicht angekommen sein (!?). Daraufhin erneut die Fragen per Fax und nachfolgend Anruf bei der UNB: Diesmal war alles wohlbehalten eingetroffen.
20. Dez. 2002: Anruf bei Herrn Kexel, wann wir mit der Antwort rechnen dürfen. Laut seiner Information hat der Landrat die Fragen zur Beantwortung auf dem Tisch liegen und wir werden die Antworten noch vor Weihnachten bekommen.
07. Jan. 2003: Erneuter Anruf bei Herrn Kexel. Antwort: "Wie, sie haben noch nichts bekommen? Das kann doch nicht sein."
15. Jan. 2003: Der nächste Anruf, wieder ohne Erfolg.
23. Jan. 2003: Immer noch keine Reaktion auf unsere Fragen.
30. Jan. 2003: Absenden eines Beschwerdebriefes an Umweltminister Dietzel, Landrat Fluck und Regierungspräsident Schmied, verbunden mit der Bitte, sich für eine Klärung des Vorgangs einzusetzen.
(Anm.: Wir sind gespannt auf das weitere Geschehen und werden berichten!)
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